Storno – Die Abrechnung 2018

Der frischgepresste Jahresrückblick

Der frisch gepresste Jahresrückblick von Dezember bis Februar. Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther liefern vehemente Satire.

Mit inzwischen über 60.000 Zuschauern in mehr als 70 Auftritten je Spielzeit ist STORNO – Die Abrechnung von Jahr zu Jahr erfolgreicher. Kritiker und Gäste sprühen vor Lob.

Funke, Philipzen und Rüther ist auf der Bühne unmittelbar anzumerken: Das Stornieren ist für sie nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern bereitet ihnen einen Spaß, der binnen weniger Minuten auch das Publikum infiziert. STORNO – Die Abrechnung verspricht Jahr für Jahr frisch gepresstes Politentertainment der Extraklasse, abgeschmeckt mit feinsten musikalischen Zutaten.

Westfalen. Wer die STORNO-Abrechnungen kennt, weiß wie man auch Krisenjahre mit angemessenem Gelächter ausklingen lässt. Nicht ohne Grund kamen mit jeder Neuauflage der satirischen Jahresabrechnung von Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther mehr Besucher. Nun knöpft sich das Trio den Jahresrückblick 2018 vor.

www.storno.org

Vorverkaufsstart: Samstag, 01.09.2018, Höchstabgabe 10 Karten pro Person - ausverkauft!

Kritiken

Kritik aus der Borkener Zeitung vom 11.01.2019

"Storno" in der Stadthalle im Doppelpack
Von bissig bis zornig - von schräg bis böse

Von Claudia Peppenhorst

Borken. "Storno - Die Abrechnung" nennt sich das alljährliche Programm von Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther, die durch die vielen hervorragenden Auftritte selber zu "Storno" geworden sind. In zwei ausverkauften Vorstellungen begeisterte das Kabarett-Trio am Mittwoch und Donnerstag das Publikum in der Stadthalle im Vennehof.

Wenn die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren, bleibt kein Auge trocken. Die amüsierten Zuschauer verfolgten dabei die rasanten Wortgefechte der drei Künstler, die sich zwischen bissiger Satire und Kalauern bewegten, aber auch bei letzterem immer auf höchstem Niveau. Und der geschickte Wechsel von scheinbarem Disput zu musikalischen Einlagen bereicherte das Programm auf gewohnte Weise.

Ein Jahr war seit dem letzten Auftritt in Borken vergangen. "Davon haben sie zwei Monate gepennt und zwei Monate auf dem Klo gesessen", sagte Philipzen zur Einstimmung. So durfte die Erwähnung des Supersommers nicht fehlen: "Alle liefen in Badehose rum und ich dachte, verhungern brauchen wir nicht", war sein Fazit der leicht Bekleideten. Bei der CDU war gewählt worden, was Funke als Merkel zu dem Spruch veranlasste: "Ich hab doch nichts gemacht. Wo gehobelt wird, da fällt der Spahn."

Als Merkel, Seehofer und Nahles, "der Rihanna der SPD", fuhr das Trio Lachsalven ein, ließ aber auch die Weltpolitik nicht aus und lästerte gekonnt über Trump. Selbst um lokale Sorgen, wie die Wolfdebatte", kümmerten sich die drei und stellten den Wolfsangriffen gegenüber, dass weltweit jährlich 750.000 Menschen, durch Mücken getötet würden.

Beim Thema Kapitalismus untersuchten die Kabarettisten den Wert des Menschen, der mit rund 1000 Euro angegeben ist. "Aber da kommt noch die Würde mit ins Spiel, Herr Funke", sagte Philipzen, "Würde jemand für sie so viel zahlen?" So beharkten sich die drei zur Freude des Publikums immer wieder, waren sich aber bei den "düsteren Zukunftsaussichten" einig: Sie wussten, dass der Digitalpakt gescheitert ist, obwohl "der analoge Lehrer weniger Speicherplatz hat als ein Smartphone". Den digitalen Unsinn der "Klick-dich-ins-Knie-Mentalität" vergegenwärtigten sie mit dem kurzen Vater Sohn Gespräch per Whatsapp: "4:03 Uhr - Sohn: Sitze hier im Taxe, hab alles vollgekotzt, wo bist du?" Vaters Antwort: "auf der Rückbank." Funke, Philipzen und Rüther schafften es, ohne erhobenen Zeigefinger Brisantes auf den Punkt zu bringen, leicht, locker, zum Brüllen komisch. Da wunderte es nicht, dass das Publikum mit stürmischen Applaus Zugaben forderte, schließlich kommt die nächste "Abrechnung" erst in einem Jahr.

Schlagen satirisch zu und lassen dabei kein Auge trocken: Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther liefern in Storno einen hochprozentigen Cocktail aus intelligenter Analyse mit brüllend komischem Zusammenspiel und beeindruckender Musikalität.